Der Verein

 

 

Die Deutsch-Französische Forschungsgruppe Verdun hat sich aus dem gemeinsamen Interesse für das Thema Verdun und dem Ersten Weltkrieg zusammengefunden.

 

Teammitglieder der ersten Stunde waren Stephan Klink, Marcus Massing, Theo Schöpgens, Bernd Nommsen, Rene Schnaubelt, Markus Reese, Franz Zimmer, Hagen Reichert und unsere französischen Freunde Pierre Lenhard und Serge Tourovsky. Mittlerweilen hat sich der Kreis erweitert und aktive Mitglieder aus der Schweiz sind dazugestossen, dazu Freunde und Gönner aus Belgien, England und Holland.

 

Was in der Vergangenheit lose und lockere Forschungsexkursionen und Treffen waren sollen nun in einigen Schwerpunkten zusammengefasst und umgesetzt werden, um in diesen Themenbereichen intensiver und vor allem effektiver zusammenzuarbeiten.

 

Dazu wurde im Herbst 2008 die Deutsch-Französische Forschungsgesellschaft Verdun e.V. ins Leben gerufen.

 

 

Die Schwerpunkte

 

 

Vieles wurde bereits zum Thema Verdun und Erster Weltkrieg geschrieben und gesagt, doch genauso vieles wartet noch auf seine Entdeckung und Auswertung.

 

Ein wichtiger Punkt unserer Arbeit soll die kartographische (mittels GPS) wie auch die möglichst lückenlos fotografische Erfassung verschiedener Geländebereiche, Festungswerke, Bunker, Ruhelager usw. sein.

Gerade die Geschichte des ehemaligen deutschen Rückraums von Verdun birgt noch viele Rätsel und Geheimnisse mit zum Beispiel zahllosen Bunkern und Bauten, die noch nicht ihren Funktionen zugeordnet werden konnten.

 

Dazu gehört die aktive Archivarbeit, das heisst sammeln von Dokumenten, Fotos, Unterlagen und anderen Materialien im Zusammenhang mit den Kämpfen in diesem Gebiet, wie auch das Auswerten, Austauschen und Diskutieren der gewonnenen Erkenntnisse mit interessierten Fach-Personen und Institutionen im In- und Ausland.

 

Konform mit dieser Arbeit soll sich geht auch das geplante vereinsinterne Verlagsangebot gestalten, dabei steht die Herausgabe einer speziellen Verdun-Literatur im Vordergrund.

 

 

 

Die Denkmals-Pflege ist für uns mittlerweile ein sehr wichtiger Arbeitsbereich geworden und wird von französischer Behördenseite, wie auch von der örtlichen Bevölkerung sehr wohlwollend unterstützt.

Der bisherige Höhepunkt unserer Denkmal-Arbeit war die Reinigung des französischen Kriegerdenkmals in Romagne-sous-les-Côtes im Jahr 2005.

 

Zur Zeit ist das Denkmal resp. der ehemalige Friedhof der Gefallenen des Infanterie-Regiments  24 im Herbebois in Arbeit und wird uns sicher noch für Monate, wenn nicht Jahre beschäftigen.

 

Ein wichtiger Schritt für unsere Arbeit in diesem Bereich war auch der Beitritt zum französischen Verein "Souvenir Francais", der sich für die Erhaltung französischer Denkmäler einsetzt und zu dem wir wichtige Kontakte pflegen.

 

 

 

Seit Jahren nimmt die DFFV an Gedenkveranstaltungen im Raum Verdun teil und bietet darüber hinaus auf Wunsch von Angehörigen auch Klärung über das Einzelschicksal von Gefallenen und Vermissten im Kampfgebiet an.

 

Ständig gepflegt werden müssen die, im Laufe der Jahre geknüpften, wichtigen Kontakte im Bereich der zuständigen Behörden wie der ONF-(Forstbehörde), der Gendarmerie National, der Polizei, dem Zoll sowie Vertretern von öffentlichen Ämtern, Gemeinden und nicht zuletzt den ansässigen Bauern und Landbesitzern.

Eine sehr gute und ehrliche Zusammenarbeit ist essentiell für die Forschungsarbeit und andere Bereiche.

 

Wir sind schon länger Mitglied im Deutschen Erinnerungskomitee Argonnerwald 1914-1918 e.V. und haben mit der Übernahme der "Fachgruppe Ostufer" den näheren und aktiven Schulterschluss mit dem Komitee gesucht.

 

 

 

Die mittlerweile bekannten und etablierten Verdun-Meetings wollen wir weiter optimieren und auch regelmässig durch Festungsexkursionen ergänzen.

Auch externe Fachleute werden in Zukunft ihr Wissen für die Treffen zur Verfügung stellen und den Teilnehmern interessante militärhistorische Orte und Objekte näher bringen.

 

 

Ausblick

 

Geplant oder bereits in Arbeit sind folgende Projekte

 

Quartalsheft: Herausgabe eines Quartalsheft mit dem Titel "Die Depesche". Der Inhalt ist nicht nur auf Verdun bezogen, sondern auch auf vielfältige Festungsthemen, militärhistorische Abhandlungen, Rezensionen, Internet-Links, Museen, Adressen, Veranstaltungshinweise etc.

 

Doku: Zusammenarbeit mit und Unterstützung von internationalen Dokumentarfilm-Projekten. Dabei soll auch in Verbindung mit historischem Filmmaterial und Fotos in kleineren Filmen ein kompakter, historischer Abriss auf DVD entstehen.

 

Über den Tellerrand: Bei den Fachexkursionen sollen in den nächsten Jahren auch andere Orte der ehemaligen Westfront von 1914-1918 mit einbezogen werden.

Das heisst  wir wollen auch ausserhalb von Verdun aktiv werden wie z.B. in Metz, Strassburg, Belfort, Toul und auch einen Blick auf die übrigen Schlachtfelder wie die Somme, Champagne, Vogesen, Flandern und Dolomiten werfen.

 

 

 

Der Verein verfolgt ausschliesslich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke und ist selbstlos tätig.

Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemässen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig.

 

 

 

© Copyright 2009 by DFFV e.V.